Gefahren


Heute per E-Mail bekommen:

Wir alle wissen, dass es eine Todsünde für einen Taliban-Mann ist, eine nackte Frau zu sehen – er muss dann Selbstmord begehen … ausgenommen es ist seine eigene Frau.

Deswegen werden alle Frauen aufgefordert, am kommenden Sonntag um 14 Uhr auf die Strasse zu gehen, total nackt. Damit helfen sie der Regierung, unidentifizierte und unerwünschte Terroristen (sogenannte Schläfer) zu identifizieren. Es wird empfohlen, mindestens eine Stunde nackt in Nachbarschaft umherzugehen, damit der beste Anti-Terror-Effekt zustande kommt.

Alle Männer werden gebeten, vor ihrem Haus in einem Liegestuhl Platz zu nehmen und nackte Frauen anzusehen, auch du! Damit beweist du, dass du nicht Mitglied der Taliban bist. Auch zeigst du großen Mut, nackte Frauen zu sehen … auch wenn es nicht deine eigene ist. Selbstverständlich machen die Männer das nur, um ihre Frauen im Kampf gegen den Terror zu unterstützen!

Weil Taliban auch keinen Alkohol akzeptieren, sollte ein kaltes Bier in deiner Hand die deutliche und gesunde Anti-Terror-Haltung zeigen. Auch etwas Schwein vom Grill kann nicht schaden.

Der Bundesrat weiß diesen Einsatz der Bürger sehr zu schätzen und dankt auch dir schon jetzt für deine Hilfe im Kampf gegen den Terror. Es ist Deine verdammte patriotische Pflicht, diese Mail weiterzuleiten!

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Ich habe schon lange gewartet, und insgeheim auch darauf gehofft, dass von einem Gericht in Bezug auf „Massenabmahnungen“ derartig klare und auch harte Worte gesprochen werden: Das Langericht Paderborn hat den Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung (LG Paderborn; Az. 7 O 20/07) eines wiederholt durch Abmahnungen aufgefallenes Unternehmen abgewiesen. Man habe sich „mit Rechtsanwälten verbündet, um Internetseiten bei eBay et cetera auf eventuelle Belehrungsdefizite zu durchsuchen und durch Abmahnungen die eigenen Einkünfte zu erhöhen„.

So siehts nämlich aus, im „Staate Dänemark“! 

Doch Step-by-Step: Was war vorgefallen?

Sowohl die Klägerin, wie auch die Beklagte vertreiben über das Internet Computerkomponenten. Die Klägerin stieß im Rahmen einer Recherchearbeit auf eBay auf ein Angebot der Beklagten und bemerkte, dass die Widerrufsbelehrung nicht den Textformanforderungen des BGB begnüge. Händereibend ließ die Klägerin durch ihre Anwälte eine Abmahnung erstellen und verlangte zusätzlich eine sogenannte „Aufwendungserstattung“ in Höhe von 200 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.

Nachdem die Beklagte die Abgabe einer Unterlassungserklärung und die Zahlung der oben erwähnten Summe verweigerte, stellte die Antragstellerin einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung, welchen das Landgericht in vorgenanntem Urteil ablehnte.

Und mit welcher Begründung?

Die Antragstellerin gehört offensichtlich zum Kreis der Unternehmen, die sich nach Aufkommen der Rechtsprechung des Kammergerichtes Berlin und des Oberlandesgerichtes Hamburg zum Thema Textform mit Rechtsanwälten verbündet haben, um Internetseiten bei eBay, etc. auf eventuelle Belehrungsdefizite zu durchsuchen und durch Abmahnungen die eigenen Einkünfte zu erhöhen.So ist auf der Internetseite … zu lesen, dass die als recht abmahnfreudig bekannte Antragstellerin jetzt dazu übergegangen sei, auch Händler abzumahnen, die über Amazon.de Elektronikwaren verkaufen. […]Der Kammer ist, wie gesagt, zwar ein genauer Überblick über die Abmahntätigkeit der Antragstellerin verwehrt, eine ausreichende Einschätzung wird hier allerdings bereits ermöglicht durch die Akte hier und das weitere Verfahren 7 O 12/07 Landgericht Paderborn.[…] Der Inhalt dieser Akte bestätigt auch die Behauptung der Beklagten, dass man bei der Antragstellerin und ihren Anwälten im Massengeschäft den Überblick verloren hat.[…]

Leider ist dieses Urteil noch nicht rechtskräftig. Spannend wird es jedoch, wenn die nächste Instanz die Entscheidung des Landgerichtes Paderborn bestätigen sollte und sich daraufhin andere Gerichte der Argumentation anschließen.

Bleibt abzuwarten, ob sich nun in Bezug auf die mittlerweile praktizierte Abmahn-Mentalität: „Ich mahne mal flott ab, denn das spült ein wenig Kohle in meine achso leeren Kassen“ irgendetwas ändert.

Es vergeht kaum ein Tag, an dem ich mich nicht mindestens einmal über einen meiner Mit-Verkehrsteilnehmer aufrege. Riskante Überholmanöver, Auffahren bis auf die Stoßstange, gegenseitiges Ausbremsen, Lichthupe geben und Stinkefinger zeigen gehören mittlerweile zum Alltag auf deutschen Straßen. 

Auffälligerweise sind immer die gleichen Kandidaten am Start: Passat-, Audi- und Kleintransporterfahrer. Nicht dass ich sagen will, dass jeder der einen VW Passat oder einen Audi-Kombi fährt ein Arschloch ist, nein, es ist mir nur aufgefallen, dass sich diese Zeitgenossen relativ oft derartige Fahrzeugtypen kaufen und sich damit durch den Feierabendverkehr drängeln und anscheinend auch darauf hoffen, dass sich die anderen Verkehrsteilnehmer ihrer dreisten Rücksichtslosigkeit beugen.

Immer häufiger komme ich an Unfällen vorbei, bei denen der Autotyp nicht mehr auf Anhieb erkennbar ist. Und auch hier sind meine Empfindungen nach, immer häufiger mindestens ein Audi- oder ein Passat-Fahrer am Geschehen beteiligt. Belächelnd fahre ich dann an ihnen vorbei und sehe, wie sie neben ihren Fahrzeugen stehen und die nicht mehr vorhandenen Kotflügel, ihrer in den Leitplanken hängenden oder den Straßengraben überbrückenden Boliden, bestaunen und sich dabei die Glatze kratzen. 

Selbst fahre ich einen VW Golf und ich behaupte einfach einmal, dass ich nicht unbedingt langsam auf den Autostraßen unterwegs bin. Oftmals liege ich 20 km/h über der erlaubten Höchstgeschwindigkeit, doch anscheinend reicht das diesen selbsternannten „Göttern deutscher Straßen“ nicht aus.

Das hat auch nichts mit Neid zu tun: Ich sass selbst über Jahre hinweg am Steuer eines PS-starken BMW 535i und ich war auch schon im Besitz eines Audi A3’s. Doch rücksichtsvoller Umgang mit anderen Verkehrsteilnehmern war für mich genauso selbstverständlich, wie die Tatsache einen geeigneten Sicherheitsabstand zum Vordermann einzuhalten.  

Steigende Sicherheitsstandards in diesen Fahrzeugen, die Möglichkeiten Vollkaskoversicherungen abschließen zu können,  wie auch die Tatsache, dass man derartigen Vollidioten nur dann ans Leder kann, wenn man einen Zeugen als Beifahrer dabei hat, sind für mich die Hauptgründe dafür, dass immer mehr Autofahrer zu „Todes-Rasern“ mutieren.

Ist es „IN“ geworden irgendwann einmal Menschenleben auf dem Gewissen haben, wie einst Rolf F. (oder der „Unbekannte“), der als „Turbo-Rolf“ bekannt wurde?

Nach der Verbreitung von Kinderpornografie in der virtuellen Internet-Welt „Second Life“ hat die Betreiberfirma des Online-Spiels, Linden Lab, angekündigt, künftig ein Altersverifikationssystem einsetzen zu wollen.

Dies wurde auch in zwei Blog-Posts (hier und hier) von Daniel Linden (Gründer von SecondLife) auf dem Second Life Blog  näher beschrieben.

Was war geschehen?

Report aus Mainz hat in einem seiner Berichte dokumentiert, wie in Second Life an kindlichen Avataren sexuelle Handlungen vollzogen werden.

Nach einem massiven Aufschrei in der Community und groß angelegten und gut organisierten Online-Demonstrationen auf Second Life hat sich die Betreiberfirma Linden Lab nunmehr dazu durchgerungen (anfänglich wollte man von diesen Auswüchsen nur bedingt Kenntnis gehabt haben) eine Altersverifizierung (z.B. anhand der Personalausweisnummer) einzusetzen, um sicherzustellen, dass auf SecondLife in der „Mature“- und „Adult“-Zones keine Minderjährigen unterwegs sind.

Doch geht es darum?  

Altersverifikation? Der Sinn und Zweck ist fraglich

Nicht nur im deutschen Strafrecht (mal davon abgesehen, dass es eine Unterscheidung in Sachen Jugendstrafrecht gibt) ist es vollkommen irrelevant, ob die Person, die sich hinter einem solch kindlich wirkenden Avatar versteckt, volljährig ist oder nicht. 

Wichtig für die Auslegung eines Tatbestandes ist einzig und alleine, wie der objektive Empfänger dieses Treiben (z.B. sexuelle Handlungen an einem Objekt) wahrnimmt: Und dieser nimmt einen kindlich wirkenden Avatar im Schulmädchen-Kleid und mit langen Pferdezöpfen, der einen Teddybären und Lollys in den Händen hält, unabhängig von einer Altersverifikation auch als solches wahr.

Was soll also diese Pharse?

  • Hat Linden Lab keine anderen technischen Möglichkeiten dieser Thematik „Herr“ zu werden?
  • Fürchtet Linden Lab Umsatzeinbrüche, weil das Klientel für derartige „Spielchen“ auf SecondLife doch nicht so gering ist, wie vom Unternehmen angegeben?

Für viele ist das Chatten die optimale Möglichkeit, um neue Bekanntschaften zu machen. Oft kommt es beim anschließenden Dating auch zu sexuellen Abenteuern – in jeder Hinsicht! Im folgenden möchte ich eine wahre Geschichte veröffentlichen, die nicht nur krass, sondern leider auch bitterer Ernst ist. Die Namen der Personen habe ich selbstverständlich geändert …

Es war irgendwann im Frühjahr. Wann und wo genau, ist Nebensache. Streng genommen ist jetzt alles egal.

Stefanie und Marco lernen sich an einem Samstag mittag in ihrem Lieblingschat kennen und verabreden sich noch am selben Abend. Zuerst Kino und dann noch eine Expresstour durch die angesagtesten Clubs der Stadt – die beiden erleben den Abend so, als wenn sie sich schon Jahre kennen.

Marco lädt zu sich nach Hause ein und Stefanie folgt, zum Poppen natürlich. Beide fragen nicht nach einem Gummi, es ist scheißegal – Hauptsache Spaß! Marco weiß nicht, dass Stefanie das jedes Wochenende so macht und Stefanie weiß nicht, dass Marco erst letzte Nacht mit Anna in der Kiste lag- auch ohne Gummi, weil er es „blank“ liebt. Die 24-jährige Anna übrigens auch, vielleicht hat sie genau deshalb 6 Kinder von 4 unterschiedlichen Vätern. Aber egal, wir sind ja bei Stefanie und Marco.

Stefanie kam bis zu jenem Abend im Frühjahr auf 58 sexuelle Abenteuer mit etwa 27 verschiedenen Männern. So genau wusste sie es aber nicht mehr, ist ja auch egal. Marco steht dem schliesslich in nichts nach, er hatte bereits mit 119 Frauen geschlafen – davon nur 2 x mit Gummi. Bleiben also 117 mögliche und Stefanie, die ihn infiziert haben könnten. Ist auch nicht mehr so wichtig, ob sie Marco angesteckt hat oder er sie, denn beide hat es nicht im geringsten interessiert, was passieren kann.

Stefanie ist schon tot, AIDS gab ihren bereits vorhandenen chronischen Erkrankungen binnen kurzer Zeit den Rest. Marco lebt noch, Anna auch, sie will aber keinen Test machen, weil sie das Ergebnis umhauen könnte – sagt sie. Er ist seelisch am Ende, der Körper funktioniert aber noch ein bisschen. Wielange weiß keiner. Spielt für Marco jetzt auch keine Rolle mehr, denn sein Leben ist ein anderes. Medikamente, Behandlungen, Gespräche, welche er sich nie vorstellen konnte und nicht zuletzt die Freunde, die keine mehr sind.

Isolation steht bei Marco jetzt im Mittelpunkt und das abgrundtief schlechte Verhalten von Bekannten und seine ehemals besten Freunden. Aber so sind Menschen nunmal.

Stefanie, Marco und Anna sind nur 3 Beispiele.

  • Wieviele Menschen machen sich tatsächlich keinen Kopf über Ansteckungsgefahren?
  • Wieviele sexuelle Kontakte hat man selbst schon gehabt und wieviele davon unsafe?
  • Sicher, dass alle bisherigen Partnerinnen oder Partner sich nicht auch ab und zu mal ohne Schutz durch die Gegend gepoppt haben?
  • Wie sicher denn? Schonmal den Test gemacht oder immer davor gedrückt?
  • Wenn ja, wieviele drücken sich wohl noch so vor dem Test und machen es wie gehabt nur „blank“ ?

Während meiner Recherche zu diesem Blog-Beitrag sind mir unwahrscheinlich viele Menschen in Chats aufgefallen, die sich mit dem Thema AIDS überhaupt nicht befassen. Testet mal selbst, wieviele Leute Sex ohne Gummi suchen oder machen würden. Es ist eigentlich unfassbar!

Weltweit sind bereits ca. 40 Millionen Menschen infiziert, in Deutschland waren es bis Ende 2006 56.000 Menschen, jedes Jahr kommen allein in Deutschland ca. 2.600 Infektionen hinzu (Quelle: Robert-Koch-Institut). Man muss sich diese Zahlen mal genau vor Augen halten – das ist ein realer Alptraum! Nach Schätzung der Vereinten Nationen sterben jedes Jahr etwa 3 Millionen Menschen an AIDS!

Wenn man sich über diese Fakten im klaren ist, dann sollte auch die Gefahr einer Ansteckung ganz klar erkannt werden. Was im Chat beginnt, kann auf dem Friedhof enden – das ist Fakt! An dieser Stelle möchte ich auf folgende Infoseiten hinweisen:

„GIB AIDS KEINE CHANCE“

Den Leitsatz haben die meisten sicher schon mal gehört oder gelesen. Auf der Webseite stellt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung umfassendes Informationsmaterial zur Verfügung. Die Seite sollte zur Pflichtlektüre gehören. Wer Risiken kennt und meidet, ist klar im Vorteil!

„DEUTSCHE AIDSHILFE“

Auch die Deutsche Aidshilfe stellt einen umfangreichen Infopool im Netz bereit. Ansteckungsrisiken, Hilfe für Betroffene und Angehörige und Online-Beratung. Dazu auch viele Infos über andere sexuell übertragbare Krankheiten.