Anekdoten


mein heutiges Zitat:

meine heutige Anekdote:

Konrad Adenauers Langlebigkeit war notorisch. Einmal kehrte eine Bundestagsdelegation von einer Nordafrikareise zurück, und der Leiter berichtete Adenauer:

„In Marokko habe ich einen Scheich kennengelernt. Der ist 105 Jahre alt und regiert noch immer!“

Auf Adenauers Frage, was er damit sagen wolle, antwortete der Abgeordnete grinsend:

„Genau das, was Sie eben gedacht haben, Herr Bundeskanzler!“

 

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meine heutige Anekdote:

Theo Lingen war ein Frühaufsteher und Liebhaber druckfrischer Zeitungen. Wenn in der Hotelhalle des Hamburger Vier Jahreszeiten gegen sieben Uhr die Morgenblätter angeliefert wurden, wartete er schon perfekt angezogen im grauen Anzug, weißen Hemd und Krawatte. Er ging hinter den gläsernen Zeitungsstand, nahm mit weißen Handschuhen „Die Welt“ und las. Als sparsamer Mensch faltete er sie anschließend korrekt wieder zusammen und steckte sie zurück. Bei diesem liebenswerten Dauergast wurde so eine Marotte gern übersehen.

Eines Morgens, Lingen hatte sich wie üblich in sein Lieblingsblatt vertieft, erschien ein anderer Gast und verlangte ein Exemplar der „Welt„. Lingen reichte dem Mann eine Zeitung, der sah ihn verblüfft an, Lingen kassierte das Geld, und der Gast ging kopfschüttelnd zum Frühstücken ins Restaurant Haerlin. Während Oberkellner Rudolf Botor ihm den Kaffee eingoss, sagte er: „Sagen Sie mal, Ihr Zeitungsverkäufer da draussen sieht aber verdammt nach Theo Lingen aus!“ Botor antwortete: „Das ist Theo Lingen.“ Der frühe Gast blickte mißbilligend auf Botor und sagte kein Wort mehr. Er fühlte sich augenscheinlich auf den Arm genommen. Dabei hätte dem Mann klar sein müssen, daß ein Hotel Lingens liebste Bühne war.

Unzählige Male hat er im Theater und in Filmen Kellner und Diener gespielt. Dem Vier Jahreszeiten blieb er mehr als zwanzig Jahre treu, wenn er zum Filmen nach Hamburg kam. Er spielte häufig Theater in Hamburg, er führte Regie, meist im Thalia Theater.

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meine heutige Anekdote:

Das Ehepaar Hoferichter war zu Karl Valentin. eingeladen. Es nahm die damals beschwerliche Fahrt nach Planegg auf sich und stand endlich vor dem Haus des Komikers. Erst nach mehrmaligem Läuten öffnete Valentin das obere Fenster und rief nach unten: „Ja, was ist los?“ Ernst Hoferichter antwortete: „Herr Valentin, wir sind heute hei Ihnen eingeladen.“ Valentin rief nach unten: „Davon woaß i nix.“ „Ja, was sollen wir nun machen“, fragte Hoferichter betreten, „sollen wir wieder heimfahren?“ Darauf Valentin: „Ja, des werd des Beste sein.“

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 meine heutige Anekdote:

Johann Wolfgang von Goethe befand sich in vornehmer Gesellschaft und wurde vom Sohn der Gastgeber wie folgt angesprochen:

„Hochverehrter Herr Geheimrat, auch wenn Sie Deutschlands Dichterfürst sind, möchte ich Ihnen dennoch die Wette anbieten, dass ich Ihnen zwei Wörter sagen kann, aus denen selbst Sie keinen Reim machen können.“

Goethe antwortete: „Junger Mann, ich nehme diese Wette gerne an, nennen Sie mir die zwei Wörter.“
Der junge Mann antwortete: „Die zwei Wörter sind HAUSTÜRKLINGEL und MÄDCHENBUSEN.“

Nachdem sich Goethe einige Minuten zurückgezogen hatte, lieferte er den Beweis dafür, dass er tatsächlich Deutschlands Dichterfürst sei, das folgende Gedicht:

Die Haustürklingel an der Wand,
der Mädchenbusen in der Hand
sind beides Dinge wohlverwandt.
Denn, wenn man beide leis‘ berührt,
man innen drinnen deutlich spürt,
dass unten draußen einer steht,
der sehnsuchtsvoll nach Einlass fleht.

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meine heutige Anekdote:

Den deutschen Feuilletonisten, meinte ein Kritiker, sei es mit dem neuen Roman von Peter Handke so gegangen wie dem jungen Mann, der in einer leeren Dachstube sitzt, in der einen Hand ein Glas Wasser, mit der anderen spielt er an sich herum und lächelt: „Was für ein Leben! Champagner und Frauen!“

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meine heutige Anekdote:

Der leidenschaftliche Kaffeetrinker Alessandro Graf Volta trank seinen Kaffee ohne Zucker. „Warum?“ fragte ihn ein Freund. Volta erwiderte: „So geht mehr Kaffee in die Tasse!“

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meine heutige Anekdote:

Eines Tages geht Ampère zu seiner Vorlesung. Unterwegs sieht er einen Stein, der ihn interessiert, und hebt ihn auf. Während er ihn betrachtet, fällt ihm – er geht gerade über den Pont des Arts – seine Vorlesung wieder ein. Hastig zieht er seine Uhr, bemerkt, dass er schon eilen muss, steckt statt der Uhr den Stein sorgfältig in die Tasche und wirft die Uhr über die Brückenmauer in die Seine.

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