Windbeutel sind meist faustgroße, hohle Gebäckstücke und werden häufig mit Schlagsahne oder Vanillecreme, eventuell zusätzlich mit Früchten, gefüllt:

Wenn man einem Bericht der „Bild am Sonntag“ glauben schenkt, sind das allerdings auch Politiker der Links-Partei. Zumindest bezeichne so SPD-Generalsekretär Hubertus Heil, den neuen Vorsitzenden der Partei „Die Linke„, Oskar Lafontaine.

Oskar in der Tiefkühltruhe?

Er sei „selbstverständlich“ zu Gesprächen mit dem SPD-Chef bereit, hatte Lafontaine dem „Spiegel“ gesagt:

„Wenn er fragt: ‚Seid ihr bereit, den Mindestlohn durchzusetzen und die Rentenformel wiederherzustellen, Hartz IV zu revidieren und die Truppen aus Afghanistan zurückzuziehen, dann kann Beck morgen Kanzler sein.“

Das Angebot des Linkspartei-Vorsitzenden, SPD-Chef Kurt Beck zum Bundeskanzler zu wählen, stößt bei den Sozialdemokraten jedoch auf Ablehnung. „Das Angebot ist lächerlich“, sagte SPD-Fraktionschef Peter Struck der „Bild am Sonntag“. „Wir halten uns an den Koalitionsvertrag. Die Linkspartei wird ewige Opposition bleiben“. Angeheizt von derartiger Rückendeckung übte auch Hubertus Heil harsche Kritik an Lafontaine:

„Lafontaine ist ein Windbeutel.“

Wie in Gottes Namen kam Hubertus Heil zu diesem Vergleich? 

  • Sind die Verdienste des Herrn aus dem Saarland, als er z.B. der SPD 1998 den Wahlsieg bescherte und Basta-Schröder zum Kanzler machte, bereits so sehr in Vergessenheit geraten, dass man ihm in Stammtischmanier entgegentritt?

Übrigens: Bei uns gab es heute Windbeutel zum Sonntags-Nachtisch.

Sowohl meine Frau, wie auch ich, haben uns hiervon eindeutig mehr erwartet. Sie waren geschmacklich etwas altbacken (lag wohl an den Zutaten), zu viel Teig drumherum und viel zu wenig Füllung … nächstes mal, werden wir sicher wieder etwas anderes wählen.

Von daher passts zwar, aber ich bin ebenso wenig ein Fan von Bier und Currywurst, Herr Heil. 🙂 

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